#054 Vom Gamer zum Unternehmer: Start-up-Gründung auf dem Bauernhof
Shownotes
Diese Folge führt Timo ganz nah an die niederländische Grenze – zu Landwirt Dennis. Der bewirtschaftet dort nicht nur seinen Hof, sondern ist auch Geschäftsführer eines Maschinenrings und Gründer eines eigenen Start-ups. Zwischen Stallbesuch, Nachbarschaftshilfe und dem ersten internationalen StadtLandKuh-Moment geht es um die Frage: Wie viel Unternehmergeist braucht man im landwirtschaftlichen Alltag?
Mit seiner Plattform Farmers Factory bringt Dennis Landwirtinnen und Landwirte zusammen. In Communities tauschen sie sich über Herausforderungen aus, lernen voneinander und können sich in Sprechstunden direkt mit Expertinnen und Experten zu Themen wie Resilienz, Betriebsführung oder neuen Technologien vernetzen. Denn viele Probleme sind ähnlich – und müssen nicht allein gelöst werden. Im Gespräch mit Dennis versucht sich Timo außerdem auf Niederländisch & geht über Grenzen.
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00:00:03: Stadt,
00:00:04: Land, Hu.
00:00:07: Guten Morgen.
00:00:09: Ich erfahre zu Dennis, der irgendwas mit einem Maschinenring macht und wir fahren sogar gerade durch Holland durch so ein Stückchen.
00:00:16: warum auch immer?
00:00:17: Ein maschinen Ring wäre zu doof wenn es ein Schmuckstück wäre.
00:00:20: das glaube ich nicht.
00:00:21: eine Straße wird's auch nicht sein.
00:00:22: Straßen heißen auch auf den Ring.
00:00:24: vielleicht ist es sowas dass man untereinander Maschinentauschen kann Dass man einen verbannt hat wo man sagt ich brauche mal einen Trecker, ich brauch mal einen Mähdrescher, ich brauch mal einen Radlader.
00:00:32: hast du einen in deinem Maschinennring?
00:00:34: Kann sein.
00:00:35: Ob bei meinen Tipps was Gutes dabei war, das wird mir Dennis schon noch verraten.
00:00:39: Angekommen auf seinem Hof muss er mir aber erst mal beantworten?
00:00:42: Wo bin ich hier wieder gelandet?
00:00:43: Ja sehr weit im Westen von Niederland Sachsen auf jeden Fall.
00:00:45: Also viel weiter geht's nicht direkt vor den niederländischen Grenzen.
00:00:47: Wir können es jetzt nicht sehen, der Grenzstand steht im Garten.
00:00:49: also wenn wir gleich über einen Hof laufen du wirst einmal durch die Niederländer kommen.
00:00:52: Kannst Du holländisch dann sprechen?
00:00:53: Ja
00:00:54: also heulische Mitarbeiterinnen, wie er gerade läuft.
00:00:57: Wir sprechen ja eigentlich fließend auch nieder ländisch.
00:00:59: Das ist cool weil die Mitarbeiter größt tatsächlich auch aus der Niederlands gekommen.
00:01:02: Wir wohnen quasi noch im Speckmonte von Amsterdam.
00:01:07: Oha!
00:01:07: Das hier ist also die erste internationale Stadtlandkuhfolge.
00:01:10: Bisher habe ich nur die Grenzen des guten Geschmacks übertreten, aber bevor es in die Niederlande geht schaue ich mir erstmal den Hof an und stoße dabei direkt auf die üblichen Wissensgrenzen.
00:01:21: Hier sind schon Kühe!
00:01:21: Hier sind
00:01:22: Rinder richtig?
00:01:23: Ach
00:01:24: so, hab mich sofort gesehen.
00:01:25: Offiziell
00:01:25: gesehen sind das noch keine Kühe,
00:01:26: aber... Ach dahinten sind mehr.
00:01:28: ja, ich dachte zwei ist ein
00:01:30: bisschen wenig.
00:01:31: Ist das eigentlich dein Hof?
00:01:32: Bist du der
00:01:36: Chef?
00:01:54: Und während wir hier auf die Rinder schauen, versuche ich wie immer erst mal einen Gefühl dafür zu bekommen ob das hier ein eher größerer oder kleinerer Hof ist.
00:02:03: Das ist ein bisschen so, was hier eine Familie gut leisten kann.
00:02:09: Ja in der Region die sehr landwirtschaftlich geprägt ist.
00:02:11: Wir stehen hier am Melkweg.
00:02:15: Der Name ist Programm.
00:02:16: Allein an dieser Straße hast du ungefähr vier, fünf Höfe.
00:02:18: Ist aber auch ganz schön, man hat viel mit Nachbarn zu tun.
00:02:20: also auch in der Ernte beispielsweise machen wir sehr viel auch mit Nachbarshilfe, die selber quasi einen Schlipper haben.
00:02:25: dann kann man sich da halt super so ein bisschen helfen.
00:02:28: Das klingt nach dem perfekten Thema um meine Maschinenringrätseli vom Anfang auf den Prüfstand zu stellen.
00:02:33: Ich habe gedacht ein Schmuckstück wird es nicht sein Und dann habe ich als Entramente noch geraten, was glaube ich nicht stimmt.
00:02:38: Dass es irgendeine Art Verbund sein könnte und man sich so vielleicht in so einem Regen Maschinen austauscht.
00:02:43: Da
00:02:43: bist du schon tatsächlich sehr, sehr dicht dran.
00:02:46: Also das hast du schon sehr gut geraten.
00:02:47: Wir nennen es Maschinengemeinschaft.
00:02:49: Das heißt bedeutet wir haben uns in einer Gemeinschaft getroffen.
00:02:51: Sehr viele Betriebe haben gesagt okay warum sollen wir uns die Maschine, Landmaschine selber anschaffen?
00:02:55: Die steht an dreihundertfünfzig Tage im Jahr In der
00:02:58: Halle.
00:02:58: Ja ich dachte das würde mich gar nicht mit gerechnet.
00:03:00: Also man hat sich dazu entschlossen.
00:03:01: Nicht jeder selber kauft sich die Landmaschine Warum auch?
00:03:04: würde die gleichen Maschine an dieser Straße fünfmal stehen?
00:03:06: und dann haben wir gesagt, okay lass uns doch einfach eine Gemeinschaft bilden.
00:03:09: Gründende GmbH mit diesen Betrieben.
00:03:11: jeder Gesellschaft hat was eingelegt und davon wurden dann Maschinen angeschafft.
00:03:14: Die werden aber auch quasi gezahlt.
00:03:16: also jeder Gesellschaft hätte sie nutzt zahlt auch eine Mietgebühr etc.
00:03:19: Und so finanziert sich das eigentlich dann.
00:03:20: alleine Klingt für mich schlüssig, auch wenn das Konzept natürlich mit etwas Koordination verbunden ist.
00:03:25: Du musst natürlich darauf warten dass der andere mal fertig ist.
00:03:28: also du kannst jetzt nicht jederzeit bei deiner Maschine ran und die nutzen sondern das wird alles über eine App organisiert mit so einem Kalender.
00:03:33: dann kannst du dich eintragen.
00:03:34: ich möchte die Maschine kann er um übermorgen haben da kannst du sie nutzen.
00:03:37: Was kann man sich also ausleihen?
00:03:38: Ich feier gerne Trecker.
00:03:39: Ja zum Beispiel das.
00:03:40: Also wenn ihr jetzt sagst äh... du möchtest mal Trecker fahren Dann könntest du dir theoretisch Wenn du Führerschein hättest
00:03:46: ja
00:03:46: Süße Könntest du dahingehen und sagen ich möchte mal für einen Tag ein Trecker haben.
00:03:49: was kostet es denn pro tag so Trecker.
00:03:50: Ich sage mal, thirty-fünf Stunden muss berechnen werden.
00:03:53: Ja,
00:03:53: klingt jetzt erstmal zahlbar oder?
00:03:55: Also Trecker neu kaufen kostet ja auch Geld.
00:03:57: Ja
00:03:57: grundsätzlich sonst wird das Konzept doch nicht funktionieren.
00:04:00: Da haben wir schon irgendwo was mal gedacht.
00:04:02: Das Konzept hat sich also durchgesetzt.
00:04:04: bisher hat Dennis da auch immer ganz bescheiden von Wir geredet aber was war seine Rolle bei dem Ganzen?
00:04:10: ich habe das damals initiiert.
00:04:11: Ja so schon immer her.
00:04:12: Ja.
00:04:13: Zweiundsechzehn glaube ich.
00:04:15: Ja genau, mein Video heute mit der Zeit Leute.
00:04:17: Ich bin erst
00:04:18: dreißig geworden.
00:04:19: Ja, wir kommen im Club.
00:04:21: Geld fürst du?
00:04:22: Die Dreißig!
00:04:22: Aber auch dreißig.
00:04:24: Ich weiß nicht wie es bei dir war, aber bei meinem Dreißigen haben ganz viele erwähnt dass ich dreißige wurde.
00:04:27: Das waren noch so lustige Gadgets wo dreißigt drauf steht plötzlich.
00:04:30: Ja genau also überall stand eine Dreißige da hättest du schon dreißiges?
00:04:33: Ja ja.
00:04:34: Also zwölfundsechzehn ist die damals gegründet worden und ich habe das ein bisschen initiiert hab das vorangebracht.
00:04:37: dann hieß es okay in der GmbH braucht irgendwo einen Geschäftsführer.
00:04:40: Das habe ich dann übernommen.
00:04:41: am Anfang hatten wir die App noch nicht.
00:04:43: Dann habe ich die Dispo selber gemacht quasi.
00:04:44: Also die Leute haben mir getextet angerufen ähnliches Und ich hatte das quasi bei mir im Kalender eingetragen.
00:04:49: Das ist dann irgendwann mal digitalisiert worden mit der App, dementsprechend wird das alle weniger aber das Ding läuft halt
00:04:54: noch.".
00:04:54: Also diesen Unternehmergeist merkt man Dennis einfach an.
00:04:57: vollkommen logisch dass er zusätzlich zum eigenen Hof und dem Maschinenring auch noch ein Start abgegründet hat.
00:05:03: bevor wir darüber sprechen geht es erst einmal raus aus dem Rinderstall.
00:05:06: Willst du mir noch eine andere Ecke vom Hof zeigen?
00:05:08: Nee
00:05:08: das war's!
00:05:10: Wir haben einfach nur ne neuen schwangere Kühe.
00:05:13: Wer war das?
00:05:14: Das
00:05:14: waren unsere niederländische Mitarbeiterin.
00:05:16: Da können wir ja noch nicht lange mehr praten, haben es verstanden.
00:05:18: Wir wurden gesagt ich muss da sprechen.
00:05:19: natürlich habe ich eine Suppe im Mund.
00:05:21: Ja,
00:05:22: das ist gut!
00:05:23: Das hab' ich noch nicht gehört.
00:05:24: Ich hab mich schon warm im Mund, muss ich mal ein Pausen machen?
00:05:27: Niedlerland ist echt ein Moisprach.
00:05:30: Sie hat damals angefangen als junges Mädel mit fünfzehn-sechzehn und hat dann einfach jeden Abend hier gemolken.
00:05:36: Jetzt ist sie schon hundertfünf.
00:05:37: Und jetzt ist hier hundertvier, richtig gut geraten.
00:05:40: Jetzt ist er zwanzig und hat quasi die Ausbildung usw.
00:05:43: alles fettig und ist dann quasi fest angestellt.
00:05:45: Angekommen
00:05:46: im großen Stall wird es Zeit für den Start-up Talk!
00:05:49: Als Investor bei der Höhle der Kühe bin ich natürlich ganz ohr.
00:05:53: Du hast auch noch irgendwas anderes was Farmers Factory heißt?
00:05:57: Da hab' ich jetzt wirklich keine Ahnung.
00:05:58: da kann ja auch schlecht raten.
00:05:59: Ja wie du gemerkt hast ich hatte irgendwie Bock auf Unternehmengründung mit Maschinenring haben gesagt okay wenn das so gut funktioniert hat warum nicht nochmal?
00:06:05: Bauernhof reicht dir ja nicht als Unternehmen Genau.
00:06:07: Nee, ist tatsächlich daraus gegründet.
00:06:09: damals vor zehn Jahren, circa war das in der Lampelschaft tatsächlich auch so ein bisschen bewagert, aber wie geht es weiter?
00:06:13: Das Image und so weiter... Nicht so super, hab ich mir gedacht.
00:06:18: Was gibts denn noch?
00:06:18: Wenn man nicht strippen will was kannst du machen?
00:06:20: ne?
00:06:20: Da hätte
00:06:21: ich auch nicht die Figur für glaube ich.
00:06:22: Na gut!
00:06:23: Dann mal schnell zurück zur eigentlichen Idee von Dennis.
00:06:26: In der
00:06:26: Landwirtschaft ist es natürlich so dass man eigentlich extrem viel investieren muss um meinen Betriebszweig aufzumachen.
00:06:31: was weiß ich in Stahl zu kaufen und sagen wir unter einem Million ist gar nichts.
00:06:35: Und außerdem ist das nicht skalierbar.
00:06:36: Du hast quasi an bei den Stall hast dich dann aber für drei sechs Jahre verpflichtet eigentlich das auch zum Machen.
00:06:40: Aber du kannst jetzt nicht wenn's gut läuft nochmal eben zehn Prozent dran kleben oder so.
00:06:44: Ich bin gedacht okay was kannst du noch Dennis?
00:06:45: Da blieb nicht viel über.
00:06:48: Irgendwann habe ich gedacht, damals hast du auch relativ viel gezockt.
00:06:50: Also ich war damals eher... Das waren nicht so viele im Hof tatsächlich als kleines Kind sondern eigentlich war es tatsächlich ein bisschen mehr der Zocker.
00:06:56: Bis zur Ausbildung eigentlich sehr viel nur am PC gesessen.
00:06:58: Dadurch bin ich eigentlich so ein bisschen affin für Digitalisierung
00:07:01: etc.,
00:07:01: für digitale Produkte.
00:07:02: und dann kam die Idee quasi Videokurse zu erstellen mit den Lernen erhalten bezogen dann auf die Landwirtschaft.
00:07:08: Und in den Videokursen ging es thematisch meistens nicht um technische Fragen der Landwirtschaft, sondern um Persönlichkeitsentwicklung oder unternehmerische Themen – der Grund dafür eine eigene Erfahrung von Dennis.
00:07:19: Also
00:07:20: ich habe damals mal selber ein Kurs mitgemacht über Persönlichkeitsempwicklung und ich sage immer so, in diesen drei Monaten haben wir eigentlich mehr für meinen Unternehmertum als Landwirt gelernt als in drei Jahren Ausbildung.
00:07:29: Das sind manchmal diese Soft Skills
00:07:32: wie
00:07:32: gehe ich mit Menschen um?
00:07:33: Wie gehe ich mein Mitarbeiter um?
00:07:36: Ja.
00:07:37: Generationskonflikt, wir händelig den... Also wie gehe ich auch mit der Familie um?
00:07:40: Alles Themen die mir schon häufiger auf meinen Podcastreisen begegnet sind.
00:07:44: Den Bedarf hat Dennis also schon mal richtig erkannt.
00:07:47: So
00:07:47: Workshops und so weiter war immer Produktionstechnik.
00:07:49: Also quasi immer bezogen auf die Kuh auf die Pflanze,
00:07:52: etc.,
00:07:52: aber nie auf den Landwirt.
00:07:53: So und ich stelle mir das eigentlich mal so vor.
00:07:55: Ein Betrieb ist ein Konstrukt aus ganz vielen Zahnrädern, die ineinanderhaken.
00:07:59: Aber es gibt einen Hauptantrieb!
00:08:01: Und das ist der Landwirth.
00:08:02: Und dieses Zahnrad wird ganz selten gewartet oder da.
00:08:04: aber alle Entscheidungen, die auf so einem Betrieb stattfinden und die letztendlich zwischen Erfolg- und Misserfolg entscheiden, die entscheiden eigentlich beim Landwirte im Kopf.
00:08:12: Der Bedarf ist also da?
00:08:13: Die Idee ist da?
00:08:14: Fehle nur noch die Experten, die die Inhalte vermitteln.
00:08:17: Ich hab immer gedacht... Ich bau die Plattform, bin aber selber nicht der Experte.
00:08:20: Skalierbarkeit!
00:08:21: Also wenn ich jetzt der Experten wäre dann wär das ja wieder von meiner Person abhängig.
00:08:24: Das wollte ich nicht sondern ich baue die Platform wo quasi Expertenwissen zusammenkommen und wo ich mir andere Experten reinhole... ...das hat eigentlich relativ schlecht funktioniert.
00:08:34: Wir haben quasi viele
00:08:35: Kurse abgedreht.
00:08:38: Und wollen die dann vertrauen?
00:08:39: Das war in Corona-Zeiten und dann haben wir gemerkt alles klar.
00:08:41: was kannst du für so ein Video Kurs nehmen?
00:08:42: da geht dann drei vier Stunden Dreistellige Beträge, hundert bis zwanzig Euro.
00:08:46: Na ja, das ist doch noch
00:08:47: nicht so die Marge, sonst hat er
00:08:48: irgendwann aufgefallen.
00:08:50: Also funktioniert gar dich!
00:08:51: Toll!
00:08:52: Ein Jahr vor Überlegungen und all die Arbeit ins Projekt gesteckt... ...und trotzdem kein Erfolg.
00:08:57: Erst mal, denn Dennis lässt sich natürlich nicht unterkriegen.
00:08:59: Dann sind wir umgeschwenkt und zwar haben die Videokurs eigentlich so ein bisschen gefallen lassen und haben da quasi Jahresmitgliedschaft draus gemacht.
00:09:05: Das heißt Landwirte können quasi sich bei uns bewerben und werden dann in eine Jahresmit Gliedschaft mit reingenommen.
00:09:10: Dort wird quasi so ne kleine Community gegründet, die sich halt nur im Persönlichkeitsentwicklung und Unternehmertour beschäftigt.
00:09:16: Das heißt, unsere Landwirte buchen eine Jahresmitgliedschaft und treffen sich dann beispielsweise in kleinen Zehnergruppen, Mastermind-Gruppen nennt sich das quasi tausend sich miteinander aus wenn von Moderatoren von uns die wir stellen quasi so ein bisschen begleitet thematisch und zusätzlich buchen wir quasi Experten allen die dann das nochmal ja mit Wissen unter Mauern etc.
00:09:35: Webinare...
00:09:36: Das lief dann besser!
00:09:37: Das lief deutlich besser.
00:09:38: Das hat funktioniert!
00:09:39: Und funktionieren bedeutet in diesem Fall sogar, dass sich die Farmers Factory als relevantes Nebenstandbein etabliert hat.
00:09:46: Das
00:09:46: machen wir jetzt seit eineinhalb Jahren und machen immer schon ein halben Million Umsatz für eineinhalte.
00:09:50: Jahre ist gar nicht so schlecht also kann das durchaus mit diesen Betrieb dann so langsam mal mitziehen und macht halt extrem viel Spaß weil man selber alt als Landwirt... Also ich bin ja selber noch Landwirt, natürlich dazulehrend.
00:09:58: Ja praktisch auch für dich noch.
00:09:59: Und
00:09:59: auf der anderen Seite habe ich die größte Zielgruppenkompetenz.
00:10:02: Ich bilde meine Zielgruppe zu hundert Prozent ab
00:10:04: und dadurch kennt Dennis natürlich auch die Probleme der Landwirte auf seiner Plattform.
00:10:08: Die sehen überall ähnlich aus.
00:10:09: Überbelastung ist ein ganz großes Thema.
00:10:12: Wie fange ich an zu delegieren?
00:10:14: Die Betriebe sind in den letzten zehn Jahren extrem gewachsen, die Betriebsleiter im Koffer meistens nicht weil ich kenne an meiner eigenen Ausbildung relativ wenig über Mitarbeiterführungen gesprochen gewachsen und dann hängt diese Thematik einfach total hinterher.
00:10:28: Und der Landwirt ist selber quasi, man sagt mal so, der Feuerwehrmann.
00:10:32: Also alle rufen bei ihm an also er hat nie Zeit mal nur abzufahren.
00:10:36: aber das sind die typischen, eigentlich ganz typische Selbstständigen unternehmer Probleme.
00:10:41: Diese Probleme können auch in vielen verschiedenen Altersgruppen auftreten und genauso breit aufgestellt ist dann auch die Community des Start-ups.
00:10:48: Eigentlich schon gestandene Betriebsleiter, die auch schon sehr weit mit den Betrieben sind, die sich sogar schon Freiräume geschafft haben.
00:10:55: Ich muss mehr Strukturen im Betrieb reinkriegen.
00:10:57: Ich hab gute Leistung, ich habe gute Ehren
00:10:59: etc.,
00:11:00: und dann darf es aber auch nicht zu jung sein.
00:11:01: Weil wenn du natürlich als junger Betriebsleiter anfängst aufs Hof, dann bist du ja total motiviert und kennst gar keine Probleme mit die Welt wie bei dir!
00:11:08: Problemen
00:11:10: gibt's gar
00:11:11: nicht.
00:11:11: Und dann irgendwann nach fünf bis sechs Jahren merkst du, ah Scheiße, irgendwie läuft das doch nicht ganz so gut.
00:11:16: Da fangen wir an und dann geht es eigentlich hoch bis sechzig, dann geht's mehr so.
00:11:20: Hofübergabe sind natürlich klassische Themen.
00:11:22: Dann ist es natürlich schön, wenn du jemand hast der neunzwanzig und jemanden, der gerade der Sechzig ist.
00:11:26: Und die beiden in eine Mastermindgruppe stecken und die können dann super voneinander
00:11:29: lernen.".
00:11:29: Und von einander lernen kann manchmal auch einfach bedeuten gehört-und verstanden zu werden?
00:11:34: Das ist auch ein richtig cooles Feedback was wir bekommen haben.
00:11:36: Einfach nur zu hören dass andere Leute auch die Probleme haben.
00:11:39: Also man denkt ja immer so mal okay eben man isst ein bisschen in seiner Bubble.
00:11:42: und die Probleme die ich habe... Ich meine ich komme ja hier als Landwirt, komme ich ja vom Hof ja auch nicht runter.
00:11:46: also man sitzt jeden Tag im Hof und hat alles klar ich hab ein Problem aber den anderen geht's ja eh alles besser aus dem hohen Medien usw.. So, und dann hast du auf einmal so eine Mastermind-Gruppe.
00:11:54: Und du merkst?
00:11:54: Dem Uwe geht's auch so!
00:11:56: Den Bernd geht es auch
00:11:57: so... ...und der
00:11:58: Silvia!
00:11:59: Aber
00:11:59: der Felix
00:12:00: hat eine Lösung!
00:12:00: Der hat nämlich schon mal...der hat das alles schon durch und hat eine Lösung!
00:12:02: Das
00:12:03: ist natürlich
00:12:03: mega wenn du jemanden von jemandem was hören kannst, der das Ganze schon durchlaufen hat.
00:12:06: Und dazu gibt es dann noch die Expertinnen und Experten auf der Plattform.
00:12:10: Bei ihnen können die Landwirte sich wöchentlich in Sprechstunden zu Themen wie Resilienz also Widerstandsfähigkeit einwählen und Fragen stellen.
00:12:18: bei der Themenpalette möchte Dennis natürlich auch am Zahn der Zeit bleiben.
00:12:21: Stichwort künstliche Intelligenz.
00:12:23: Du kannst
00:12:23: natürlich eine Landwirtschaft extrem viel mit KI anfangen, weil wir natürlich in der Landwirtschaft sehr viele Daten sammeln.
00:12:28: Jede Kuh hat einen Sensor um wie sie sich bewegt, wie sie kaut und atmet...
00:12:34: Und KI liebt Daten!
00:12:35: Und die Landwirtschaft ist natürlich heutzutage auf so einem Betrieb auch sehr viel Büroarbeit.
00:12:39: Das wird ja alles mehr?
00:12:39: Ja, das
00:12:39: kann ich mir schon sagen lassen, das finde ich ganz reiße.
00:12:41: Da
00:12:42: greift natürlich so eine Thematik wie KI super ein, Prozesse zu automatisieren bis zum Steuerberater also von eingehener Rechnung bis zum Steuerberater automatisiert.
00:12:49: da ist extrem viel Zeit einzugeben und diese Thematik trauen wir uns gerade aus ein bisschen ran.
00:12:53: Rantrauen muss man sich natürlich auch an seine eigenen Probleme, wenn man sie dann dauerhaft lösen möchte.
00:12:58: Das gelingt nicht jeden in der NIS Community.
00:13:00: Die,
00:13:00: die auch wirklich kontinuierlich dabei sind, haben auch wirklich Erfolg.
00:13:04: Aber es gibt auch so, ich sag mal, die zehn-fünfzehn Prozent, die sind eins, zwei Mal dabei und sind aber raus, aber die machen noch keine Erfolge Weil ich meine Wir stehen ja nicht daneben und sagen hier komm!
00:13:12: Für den Arsch mach' mal.
00:13:13: Sondern wir sagen Hey, ich sage mal, wir stellen Ihnen einen Befehl hin Inhalten, ein Community, einen Austausch.
00:13:21: Aber am Ende musst du halt selber in die Umsetzung kommen.
00:13:24: Und es gibt Landwirte, die schaffen das?
00:13:27: Gibt aber welche nicht.
00:13:28: und das sind meistens die, die schon zu tief im Hamsterrad drin sind.
00:13:31: Die ist am nötigsten hätten!
00:13:33: Sind sie, die nicht in die Umsetzung kommen und dann auch als Kundene wieder abspringen.
00:13:36: Denn klar ist leider auch aus dem Hamsterrat rauskommen dass dauert halt seine Zeit.
00:13:41: Ja,
00:13:41: ist natürlich auch ein bisschen schwierig für uns.
00:13:43: Wir können jetzt nichts sagen.
00:13:44: alles klar bis jetzt erst mal dabei.
00:13:45: hier ist die Lösung eins zwei drei machen fertig bis glücklich.
00:13:48: Die sind dann über ein halbes Jahr bei uns und so langsam.
00:13:51: Und das sagen sie halt auch immer, irgendwann haben die so einen Bewusstsein dafür... ...und die denken ganz anders!
00:13:54: Die sind quasi in dieser Communitygruppe dabei.
00:13:57: Eine Stunde lang haben wir einen kleinen Erfahrungsaustausch.
00:14:00: Dann gehen sie raus in den Alltag und dann denken die aber nochmal darüber nach.
00:14:04: Und dann irgendwann kommt mal eine Situation und dann greifen sie auf dieses Wissen zurück.
00:14:08: Aber es ist natürlich ein Prozess.
00:14:09: Wir haben beispielsweise einen Betriebsleiter, der hatte sozusagen so eine kleine Familienbetrieb er selber quasi mit Papa und jetzt hat er zehn Mitarbeiter und drei vier.
00:14:17: Also du kannst tatsächlich... Es hat auch nichts mit der Betriebesgröße zu tun, das ist eher die menschliche Größe, die dann von Erfolg oder nicht-Erfolg ein bisschen trennen.
00:14:26: Was mich jetzt noch von meinem heutigen Erfolg trennt, ist der Schritt rüber in die Niederlande.
00:14:30: Also führt mich Dennis endlich zum Grenzstein den er mir anfangs versprochen hat.
00:14:34: Auf dem Weg frage ich ihn noch warum aus dem ehemaligen Zocker eigentlich Landwirt Dennis geworden ist.
00:14:40: Wie ist das passiert?
00:14:40: Ups!
00:14:41: Da war ich auf
00:14:41: einmal!
00:14:42: Ich wollte doch Gamer werden.
00:14:45: Gamer hat nicht funktioniert, Streamer auch nicht.
00:14:47: So wie ich will Fußballstar werden
00:14:50: Dritter Kreißklasse War.
00:14:52: für mehr hat es nicht gereicht Nein, aber es ist tatsächlich bei jedem Mensch auch unterschiedlich.
00:14:58: Bei mir ist das ein Freiheitsgefühl.
00:15:00: Ich ernte das was ich sehe wie für meinen eigenen Erfolg irgendwie verantwortlich.
00:15:04: drei Jahre Ausbildung war für mich immer ich sage mal Horror will ich übertrieben?
00:15:07: Aber ich kann nicht haben welchen Chef für mich habe und der übernimmt nicht meine Idee.
00:15:10: Dann ist es so besser wenn du selber machst.
00:15:11: Ja genau dann will ich zu mir selbst machen.
00:15:13: vielleicht läuft dann auch nicht kaufen sein aber es läuft zumindest so wie ich das möchte.
00:15:17: Ich würde sagen dieses Ziel hat ja wohl erreicht.
00:15:20: erreicht haben wir jetzt auch den heimischen Vorgarten inklusive des Sagen um gewobenen Grenzsteins.
00:15:25: Aber irgendwie sieht er etwas anders aus, als ich es erwartet habe!
00:15:29: So hier ist niemand gestorben, gehe ich davon aus?
00:15:30: Sieht aus wie ein Grabstein... Ja
00:15:32: ich hatte noch nie gebuddelt sagen wir mal so.
00:15:33: aber ich gehe davon aus dass das kein Grabstein ist.
00:15:35: Das Haar steht für
00:15:37: Holland
00:15:38: Hannover.
00:15:38: Achso Das war ganz sehr viel von dir.
00:15:45: Ja es steht für Königreich Hannover oder was es damals ist.
00:15:49: Wir befinden uns quasi jetzt in Deutschland und wenn ihr einmal rumläuft Jetzt bin
00:15:53: ich in der Niederlande.
00:15:54: Ja, du bist schon
00:15:54: in die Niederlandsen.
00:15:56: Ich war's
00:15:56: auch schon.
00:15:56: Das
00:15:58: ist was Besonderes hier.
00:15:58: Hier gibt es ganz viele Käse.
00:16:00: Super lecker!
00:16:01: Kau
00:16:01: da?
00:16:02: Ja,
00:16:02: kau...
00:16:03: Ich komm wieder rüber zu dir.
00:16:05: Super, komm rüber auf die Kretsche.
00:16:06: Ich kenne
00:16:07: Matjes wie Mais.
00:16:09: Weißt du was?
00:16:09: Den Gag machen alle.
00:16:11: Das bietet sich schon auf an.
00:16:12: Ja
00:16:12: tatsächlich schon.
00:16:14: Mir ist auch nicht viel mehr eingefallen.
00:16:15: Und immer, wenn dieser Punkt erreicht ist... ...ist es besser für heute Feierabend zu machen!
00:16:19: Wenn ich jetzt in Holland feiern mache, kannst du mich sogar noch sehen?
00:16:22: Wir können jetzt quasi über die Grenze hinaus das Schlusswort einsprechen.
00:16:27: Hat Spaß gemacht mit
00:16:28: dir?!
00:16:28: Was sagt man da vor den Dünnen?
00:16:29: Ja danke,
00:16:30: weil die auch.
00:16:30: Na ja, hat schon ge- bedankt, war schon erste Friedendelicke!
00:16:34: Mensch hier!
00:16:35: Danke dass ich hier sein durfte, war spannend.
00:16:36: Ich hoffe euch ging's bei dieser Folge auch so und ihr hattet mindestens genausoviel Spass wie Dennis und ich.
00:16:41: Falls ja freue ich mich sehr üblich über eine positive Podcastbewertung.
00:16:45: Und wenn ihr auch das nächste Mal wieder dabei seid, tschüssi!
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